Schöne Weihnachtszeit

// Dezember 23rd, 2009 // Allgemein

Schöne Weihnachtszeit

 

Es sitzen nach getaner Pflicht
die beiden Geschwister bei Kerzenlicht.
Man hat sich heute vorgenommen,
Christkind soll einen Brief bekommen.
Sie schreiben; ” Liebes Christuskind,
wir immer brav gewesen sind.”

Die Englein hoch oben im Weihnachtsland
gehen dem Nikolaus fleißig zur Hand.
Sie schleppen in Säcken die Wünsche heran
und bringen sie dem Weihnachtsmann.
Ein Pferdchen für Jürgen, so steht da geschrieben,
ein Püppchen für mich, das soll uns genügen.

Der Jürgen hilft als Zuckerbäcker,
die Plätzchen schmecken wirklich lecker.
Klein Helga aber prüft geschwind,
ob die Kekse fertig sind.
Denn steht, wenn alles gut gelingt,
das Christkind Euch was Schönes bringt.

Der Weihnachtsmann hat unterdessen,
der Kinder Wünsche nicht vergessen.
Am Weihnachtsabend spannt er alsdann
die Tiere des Waldes am Schlitten an.
Schon geht es berab in froher Fahrt
durch Eis und Schnee zur Erde hinab.

Ach, wie ist das Pferdchen schwer,
Englein klagt: “ich kann nicht mehr”,
denn sie müssen fleißig schleppen
rauf und runter viele Treppen.
und der dumme Schneemann lacht,
weil ein Engel schlapp gemacht.

Christkind hat den Brief gelesen,
dass wir immer brav gewesen.
Seht, was es uns hat beschert,
mein Püppchen und dein Schaukelpferd,
einen bunten Lichterbaum,
fast ist alles wie ein Traum.

Plötzlich, mitten in der Nacht,
sind die Kinder aufgewacht.
Stiegen leise aus den Betten,
um die Eltern nicht zu wecken.
Schwesterchen, fass meine Hand,
ich führe dich ins Weihnachtsland.

Da bleiben sie verwundert stehen.
Was ist denn mit dem Pferd geschehen?
Ungeduldig und gar munter
springt es immer rauf und runter,
spricht dann: “Komm, ich bitte dich,
steige auf und reite mich.”

Mit dem neuen Puppenwagen
sie durch die weiße Landschaft jagen.
Helga steckt so mollig warm
hält ihr Püppchen fest im Arm.
Jürgen macht es viel Vergnügen
durch die Lüfte dahinzufliegen.

Dort im tiefen Winterwald
macht das Pferdchen plötzlich halt.
Die Kinder stehen am Waldessaum
und sehen erstaunt einen Lichterbaum.
Auch bei den Tieren soll Weihnachten sein,
es bringen Geschenke die Engelein.

Rüben für das Häschen klein,
es schmecken die Körner den Vögelein.
Eichhörnchen knackten die harten Nüsse,
für Hamster und Dachs gibt es buntes Gemüse.
Der Abschied fällt den Geschwistern schwer,
wir kommen im nächsten Jahre wieder hierher.

So sind sie beim Spielen eingenickt,
ein süßer Traum hat die Herzen entzückt.
Schon lacht der helle Sonnenschein
am frühen Morgen durchs Fenster herein.
Die Eltern blicken sich lächelnd an
und bringen die Kleinen ins Bettchen dann.

(Autor unbekannt)

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