Letztes Wochenende wollte ich mit meiner Freundin etwas unternehmen und da wir beide so entscheidungsfreudig sind, haben wir uns mehr als eine halbe Stunde darüber unterhalten, wohin wir denn fahren könnten.
Nachdem wir kurz bei meinem Papa gewesen sind, sind wir dann zum Dönerladen am Bahnhof in Wolfenbüttel gefahren und haben uns unser Nachtmahl in Form von einer Dönerrolle genehmigt und weiter überlegt, wohin wir denn könnten.
Frisch gestärkt und mit starkem Knoblauchgeruch ging es dann ziellos in Richtung Braunschweig auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität die man besuchen könnte. Da ich auf das Jolly Joker aufgrund der dort vorhandenen Gäste keine Lust hatte und mal wieder in die Meier Music Hall wollte, navigierte ich das Vehikel dorthin.
Nach der Ankunft auf der Schmalbachstraße, ging es auf den Parkplatz wo ich den nicht tiefergelegten Wagen erstmal aufsetzen lies, denn mein gewähltes Tempo war leicht zu schnell für den kleinen Hügel dort.
Man gut, dass vorne nur Plastik ist und nichts passiert ist. Glück hatten wir auch noch, denn es gab noch einen freien Parkplatz.
Alles wichtige eingepackt, dann in Richtung Eingang gegangen und die ersten “merkwürdigen” Blicke geerntet. Solche Blicke kriege ich eigentlich öfter, wenn ich allein unterwegs bin, dies liegt aber dann eher an meiner äußeren Erscheinungsweise. Doch wieso kriege ich solche Blicke? Hmm … merkwürdig das Ganze zu dieser Zeit.
An der Kasse löste ich dann zwei Eintrittskarte, die das doppelte kosteten als sonst und neben den Eintrittskarten gab es noch NDR2 Pfefferminz Dosen sowie ein Flyer für ein Gewinnspiel. Die Maus in meinem Kopf lief weiterhin Ihre Runden und es macht immernoch nicht klick in diesem.
Wir sind an der Bar vorbei in die Halle gegangen und wurden auch gleich von zwei NDR2 Fotografinen empfangen und es wurden Partnerbilder gemacht. Sie machte gleich mehrere, falls eins nichts werden würde. Dann wünschte Sie uns viel Spaß auf der NDR2 ü30 Party in der Meier Music Hall.
In meinem Kopf hätte man ein Klicken hören können, sowie einen lauten Knall, denn die Maus ist aus Ihrem Rad gefallen. Sagte die junge Dame wirklich ü30 Party? Üüüüüüüüüdreizig?
Oh man … ein Blick durch die Runde brachte die endgültige Erkenntnis, denn es waren wirklich sehr viel mehr ältere Menschen dort als sonst.
Kleine Anmerkung: Man kann sagen, dass der Altersdurchschnitt in der Meier Music Hall bei Ende 20 und Anfang 30 liegt und man so gut wie null Hip Hop Gangster hat.

Der Beweis. Wir waren dabei!
Macht ja nichts dachten wir uns und gesellten uns zu den Leuten an den linken Tresen und studierten die Getränkekarte nach Cocktails.
Neben den Pfefferminzdosen gab es für jeden noch eine Wertmarke, mit dieser bekam man ein Glas Sekt. Da wir aber beide keinen Sekt mögen und ich sowieso noch fahren musste, habe ich meine Freundin gefragt ob ich die beiden Wertmarken verschenken darf. Sie hatte nichts dagegen gehabt.
Neben mir stand eine Frau, die ich auf etwa 32 Jahre schätzen würde und ich fragte sie, ob sie nicht Lust auf Sekt hätte und hielt ihr dabei die beiden Wertmarken unter die Nase. Sie lächelte mich an und sagte: “Ja, gerne!” Also habe ich ihr die Wertmarken hingelegt und noch einen schönen Abend gewünscht und bin mit meiner Freundin dann etwas durch das Meier gelaufen in Richtung des rechten Tresen.
Als wir uns dort einen Platz ergatterten, hat meine Freundin mich gefragt ob ich gemerkt habe, dass ich die Frau mit den Wertmarken angebaggert habe. Mir war gar nicht bewusst zu diesem Zeitpunkt, dass ich sie mit der “Einladung” auf Sekt angebaggert habe. Oh man, dies hätte aber echt ins Auge gehen können.
Wir verbrachten dann noch einige Zeit in der Meier Music Hall und durften dann immer wieder fragende Blicke der anderen Besucher entgegen nehmen und fühlten uns trotz der großen Altersunterschiede nicht fehl am Platz.
Interessant zu beobachten waren dann auch die männlichen Jäger auf der Suche nach Beute. Nicht umsonst sagt man zu ü30 Parties auch Gammelfleisch oder Resteficken Party
Nächstes Mal werde ich vorher schauen, was für eine Veranstaltung ist, bevor ich hinfahre. Nicht, dass ich später mal beim Schwulen und Lesbenabend lande. Man sagt ja, dass schwule auf Dicke stehen, weil sie dann was zum anfassen habe.
Aber dies “vertiefen” wir hier jetzt lieber nicht.
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