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Familienzuwachs: Wir haben adoptiert

17. Februar 2010 Christian 4 Kommentare

Viele meiner Freunde und Bekannten wussten schon seit längerem, dass ich einen Vogel habe. Doch seit knapp zwei Wochen hat dieser Vogel ein Gesicht bekommen. Mehr…

Wie wärs denn mit einem lieben Hund?

3. Juli 2009 Janine 1 Kommentar


[ Foto: René "windsurfer13" Lutz / aboutpixel.de ]

Foto: René Lutz / aboutpixel.de

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht sich einen lieben Hund anzuschaffen? Wenn ja, dann sollten Sie sich diesen Bericht vielleicht mal in aller Ruhe durchlesen.


Sie sitzen zu Hause, sind allein oder haben Familie und denken darüber nach, sich einen Hund für die einsamen Stunden oder für die Kleinen zuzulegen? Dann handeln Sie nur nicht voreilig! Denken Sie gut darüber nach, denn ein Hund ist kein Spielzeug!

Besuchen Sie doch einmal das Tierheim in Ihrer Nähe, vielleicht finden Sie dort den “richtigen Hund”, der perfekt zu Ihnen passen könnte. Aber voricht! Bedenken Sie vorher gut, was dann auf Sie zukommt. Ein Hund ist ein Lebewesen.

Wenn man sich einen Welpen aus dem Tierheim holt, dann sollte man sich vorher wirklich vollkommen sicher sein, dass man dieses Tier bis ins hohe Alter an seiner Seite hat.

Überlegen Sie sich zuerst, ob Sie Zeit und Geld für das Tier haben und investieren wollen. Ersteinmal kostet das Tier beim Kauf Geld, aber damit ist noch lange nicht genug. Der kleine Racker bedarf auch ausreichend Futter, eine Leine und ein Halsband, er muss eine Hundemarke tragen und auch regemäßig zum Tierarzt gehen. Dies ist ganz wichtig für Bello, denn er benötigt Impfungen, Entwurmungen und so manches Mittel gegen Flöhe oder schwache Herzen zum Beispiel. Ein Hund kann, wie der Mensch auch, ernsthaft krank werden und diese Rechnungen beinhalten nicht selten hohe Summen an Geld.

Jährlich kostet der Hund je nach Wohnort unterschiedlich. In einem kleinen Dorf im Harz bezahlt man z.B. 30€ jährlich für einen Hund ganz gleich welcher Größe und/oder Rasse. Um einen Überblich zu erhalten gebe ich Ihnen folgende Seite an, auf welcher Sie sich über die jährlich anfallende Hundesteuer mal informieren können. Angaben sind ohne Gewähr.

Hundesteuer Datenbank – Steuer für den Hund

Der erste große zu bedenkende Faktor ist also der finanzielle. Nun kommt der zweite Faktor: Zeit. Sind Sie sicher, dass Sie für den kleinen Racker ausreichend Zeit haben? Ja? haben Sie auch die “Zeit zwischen der Zeit” bedacht? Die unzähligen Nächte, indenen Sie aus Ihrem weichen kuscheligen Bett aufstehen müssen um mit dem Welpen mal kurz vor die Tür zu gehen, damit er sein Geschäft drinnen draußen verrichten kann… die Zeit, die Sie aufwenden sollten, um dem Hund das Gassigehen ersteinmal beizubringen… Es gibt so viele Dinge, die Ihr kleiner Bello noch lernen muss und dazu gehört sehr viel Geduld.

Foto: René "windsurfer13" Lutz / aboutpixel.de

Foto: René "windsurfer13" Lutz / aboutpixel.de

Machen Sie nur nicht den Fehler und holen Sie sich einen Hund aus dem Tierheim und geben ihn nach wenigen Tagen wieder zurück, da Sie feststellen, dass der Hund Ihnen zu viel Arbeit macht oder Sie einfach nicht die nötige Geduld aufweisen! Ganz fataler Fehler. Dies kann ich Ihnen leider aus persönlichen Erfahrungen berichten.

Die meisten Tierkäufe scheitern an Geduld, da der Mensch die Lust an dem Tier verliert, weil es sich vielleicht nicht so verhält wie er es gern hätte. Nun denken Sie an das Tier, welches ganz aufgeregt und voller Freude aus dem Tierheim geholt von Ihnen geholt wird und vor Spannung eigentlich gar nicht so recht weiss, wie es sich verhalten soll. Nun kommen Sie, versuchen das Tier so gut es geht an Sie zu gewöhnen und ihm auch so viel wie möglich beizubringen.

Nun geschieht folgendes: entweder Sie verlieren die Lust an dem Hund oder stellen fest, dass Ihr Kind Angst vor dem Tier hat. Und an dieser Stelle möchte ich Sie nochmal bitten: Bedenken Sie vorher, ob Ihre Kinder eventuell Angst vor einem Hund haben könnten und erfüllen Sie Tierwünsche von Kindern nie sofort!

Ein Hund ist keine Fliege, die bei Ihnen vorbeikommt, sich an Ihr Obst setzt und Ihnen damit den Apettit verdirbt und Sie sie dann aus dem Haus jagen. Bello ist wie ein Kind, es kommt in die Familie und gehört von diesem Zeitpunkt zu Ihnen. Ob Sie es glauben oder nicht, auch Tiere vergessen nicht. Sie können sich auch so einiges merken, vor allem wenn Sie eine gute Beziehung zu dem Tier hatten.

Nun stehen Sie vor einem großen Problem. Was tun Sie nun? Ein häufiger Gedanke ist, das Tier einfach wieder ins Tierheim zu bringen und dies möglichst schnell, sodass sich der Hund möglichst kaum an Sie erinnern kann und es nicht so schwer hat. Würden Sie genauso denken? Dann denken Sie falsch. Er wird Sie ein lebenlang niemals wieder vergessen. Sie sind und bleiben ein Teil des Hundes solange er lebt.

Foto: gammelstaad / aboutpixel.de

Foto: gammelstaad / aboutpixel.de

Bevor Sie zu dem Entschluß kommen, den Hund wieder in das Tierheim zu bringen, dann denken Sie darüber nach, wie der arme Hund allein und traurig wieder in seinem Gehege sitzt und Tränen vergießt. Diese Tränen weint er Ihnen nach. Geben Sie dem Hund die Chance, sich anzupassen und vor allem geben Sie ihm  Zeit.

Ein Hund ist ein Freund fürs Leben … und dies beträgt bei einem Hund ungefähr 12 Jahre. Sind Sie bereit sich 12 Jahre oder mehr um Ihren kleinen Freund zu kümmern? …Wirklich in jeder Lebenslage ihm zur Seite zu stehen und ihn niemals einfach abzuschieben? … Dem Hund viel Zeit und Geduld zu witmen? … Dann sollte dieser Bericht keine Abschreckung für Sie sein, im Gegenteil, es warten unzählige Bellos in den Tierheimen auf Sie. Also wenn Sie sich jetzt für einen bellenden Familienzuwachs entschieden haben, dann sollen diese Zeilen für Sie nur zur Information dienen.

Mein Rat

Wenn Sie alle anstehenden Aspekte überdacht haben und zu einem positiven Ergebnis für den Hund gekommen sind, dann besuchen Sie das Tierheim in Ihrer Nähe und schauen sich die Tiere mal genauer an. Fassen Sie nun einen Hund ins Auge, von dem Sie denken, dass er der “richtige Hund” sein könnte, dann informieren Sie sich erstmal über die näheren Umstände, die den Hund ins Tierheim brachten und gehen Sie eine Zeit lang erstmal mit dem Hund Gassi oder beschäftigen sich mit ihm. So können Sie den Hund und der Hund Sie besser kennenlernen. Ist wirklich von Vorteil.

Übrigens – wenn Sie sich für einen Hund aus dem Tierheim entschieden haben müssen Sie sich nicht sofort eine Leine kaufen mit dem Gedanken, dass Sie den Hund ja gleich mitnehmen können. Wenn Sie sich ernsthaft für einen Hund aus dem Tierheim interessieren, müssen Sie zuersteinmal einen Bogen über Ihre Person im Tierheim ausfüllen. Darin wird dann gefragt, wer die zukünftigen Besitzer sein sollen und wo der Hund von nun an wohnen soll. Danach erfolgt die Überprüfung dieser Angaben.

Vorsicht!

Hüten Sie sich vor falschen Angaben! Das Tierheim macht einen Hausbesuch bei Ihnen und wenn Sie feststellen, dass Sie angegeben haben, ein großes Haus mit Garten zu besitzen und sie Sie dann aber in einer Plattenbauwohnung vorfinden, kommt es zur Auflösung des Abgabevertages.

Stimmen Ihre Angaben steht Ihrem neuen Familienmitglied nichts mehr im Wege. Sie können sich nun über Ihren kleinen Hund freuen und werden von den Tierheimmitarbeitern zum neuen Haustier beglückwunscht.

Fazit

Behalten Sie zuallererst immer die Bedürfnisse des Tieres im Auge und denken Sie erst gründlich nach bevor Sie sich einen Hund anschaffen.

Hier möchte ich Ihnen nun mal das Tierheim Wolfenbüttel vorstellen. Schauen Sie sich doch diese Seite mal an, sie beinhaltet wirklich auch sehr schöne Texte, die die Tiere betreffen und an das Denkvermögen der Menschen appelieren.

[thumb]http://www.tierschutzverein-wolfenbuettel.de[/thumb]

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