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Wie wärs denn mit einem lieben Hund?

3. Juli 2009 Janine 1 Kommentar


[ Foto: René "windsurfer13" Lutz / aboutpixel.de ]

Foto: René Lutz / aboutpixel.de

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht sich einen lieben Hund anzuschaffen? Wenn ja, dann sollten Sie sich diesen Bericht vielleicht mal in aller Ruhe durchlesen.


Sie sitzen zu Hause, sind allein oder haben Familie und denken darüber nach, sich einen Hund für die einsamen Stunden oder für die Kleinen zuzulegen? Dann handeln Sie nur nicht voreilig! Denken Sie gut darüber nach, denn ein Hund ist kein Spielzeug!

Besuchen Sie doch einmal das Tierheim in Ihrer Nähe, vielleicht finden Sie dort den “richtigen Hund”, der perfekt zu Ihnen passen könnte. Aber voricht! Bedenken Sie vorher gut, was dann auf Sie zukommt. Ein Hund ist ein Lebewesen.

Wenn man sich einen Welpen aus dem Tierheim holt, dann sollte man sich vorher wirklich vollkommen sicher sein, dass man dieses Tier bis ins hohe Alter an seiner Seite hat.

Überlegen Sie sich zuerst, ob Sie Zeit und Geld für das Tier haben und investieren wollen. Ersteinmal kostet das Tier beim Kauf Geld, aber damit ist noch lange nicht genug. Der kleine Racker bedarf auch ausreichend Futter, eine Leine und ein Halsband, er muss eine Hundemarke tragen und auch regemäßig zum Tierarzt gehen. Dies ist ganz wichtig für Bello, denn er benötigt Impfungen, Entwurmungen und so manches Mittel gegen Flöhe oder schwache Herzen zum Beispiel. Ein Hund kann, wie der Mensch auch, ernsthaft krank werden und diese Rechnungen beinhalten nicht selten hohe Summen an Geld.

Jährlich kostet der Hund je nach Wohnort unterschiedlich. In einem kleinen Dorf im Harz bezahlt man z.B. 30€ jährlich für einen Hund ganz gleich welcher Größe und/oder Rasse. Um einen Überblich zu erhalten gebe ich Ihnen folgende Seite an, auf welcher Sie sich über die jährlich anfallende Hundesteuer mal informieren können. Angaben sind ohne Gewähr.

Hundesteuer Datenbank – Steuer für den Hund

Der erste große zu bedenkende Faktor ist also der finanzielle. Nun kommt der zweite Faktor: Zeit. Sind Sie sicher, dass Sie für den kleinen Racker ausreichend Zeit haben? Ja? haben Sie auch die “Zeit zwischen der Zeit” bedacht? Die unzähligen Nächte, indenen Sie aus Ihrem weichen kuscheligen Bett aufstehen müssen um mit dem Welpen mal kurz vor die Tür zu gehen, damit er sein Geschäft drinnen draußen verrichten kann… die Zeit, die Sie aufwenden sollten, um dem Hund das Gassigehen ersteinmal beizubringen… Es gibt so viele Dinge, die Ihr kleiner Bello noch lernen muss und dazu gehört sehr viel Geduld.

Foto: René "windsurfer13" Lutz / aboutpixel.de

Foto: René "windsurfer13" Lutz / aboutpixel.de

Machen Sie nur nicht den Fehler und holen Sie sich einen Hund aus dem Tierheim und geben ihn nach wenigen Tagen wieder zurück, da Sie feststellen, dass der Hund Ihnen zu viel Arbeit macht oder Sie einfach nicht die nötige Geduld aufweisen! Ganz fataler Fehler. Dies kann ich Ihnen leider aus persönlichen Erfahrungen berichten.

Die meisten Tierkäufe scheitern an Geduld, da der Mensch die Lust an dem Tier verliert, weil es sich vielleicht nicht so verhält wie er es gern hätte. Nun denken Sie an das Tier, welches ganz aufgeregt und voller Freude aus dem Tierheim geholt von Ihnen geholt wird und vor Spannung eigentlich gar nicht so recht weiss, wie es sich verhalten soll. Nun kommen Sie, versuchen das Tier so gut es geht an Sie zu gewöhnen und ihm auch so viel wie möglich beizubringen.

Nun geschieht folgendes: entweder Sie verlieren die Lust an dem Hund oder stellen fest, dass Ihr Kind Angst vor dem Tier hat. Und an dieser Stelle möchte ich Sie nochmal bitten: Bedenken Sie vorher, ob Ihre Kinder eventuell Angst vor einem Hund haben könnten und erfüllen Sie Tierwünsche von Kindern nie sofort!

Ein Hund ist keine Fliege, die bei Ihnen vorbeikommt, sich an Ihr Obst setzt und Ihnen damit den Apettit verdirbt und Sie sie dann aus dem Haus jagen. Bello ist wie ein Kind, es kommt in die Familie und gehört von diesem Zeitpunkt zu Ihnen. Ob Sie es glauben oder nicht, auch Tiere vergessen nicht. Sie können sich auch so einiges merken, vor allem wenn Sie eine gute Beziehung zu dem Tier hatten.

Nun stehen Sie vor einem großen Problem. Was tun Sie nun? Ein häufiger Gedanke ist, das Tier einfach wieder ins Tierheim zu bringen und dies möglichst schnell, sodass sich der Hund möglichst kaum an Sie erinnern kann und es nicht so schwer hat. Würden Sie genauso denken? Dann denken Sie falsch. Er wird Sie ein lebenlang niemals wieder vergessen. Sie sind und bleiben ein Teil des Hundes solange er lebt.

Foto: gammelstaad / aboutpixel.de

Foto: gammelstaad / aboutpixel.de

Bevor Sie zu dem Entschluß kommen, den Hund wieder in das Tierheim zu bringen, dann denken Sie darüber nach, wie der arme Hund allein und traurig wieder in seinem Gehege sitzt und Tränen vergießt. Diese Tränen weint er Ihnen nach. Geben Sie dem Hund die Chance, sich anzupassen und vor allem geben Sie ihm  Zeit.

Ein Hund ist ein Freund fürs Leben … und dies beträgt bei einem Hund ungefähr 12 Jahre. Sind Sie bereit sich 12 Jahre oder mehr um Ihren kleinen Freund zu kümmern? …Wirklich in jeder Lebenslage ihm zur Seite zu stehen und ihn niemals einfach abzuschieben? … Dem Hund viel Zeit und Geduld zu witmen? … Dann sollte dieser Bericht keine Abschreckung für Sie sein, im Gegenteil, es warten unzählige Bellos in den Tierheimen auf Sie. Also wenn Sie sich jetzt für einen bellenden Familienzuwachs entschieden haben, dann sollen diese Zeilen für Sie nur zur Information dienen.

Mein Rat

Wenn Sie alle anstehenden Aspekte überdacht haben und zu einem positiven Ergebnis für den Hund gekommen sind, dann besuchen Sie das Tierheim in Ihrer Nähe und schauen sich die Tiere mal genauer an. Fassen Sie nun einen Hund ins Auge, von dem Sie denken, dass er der “richtige Hund” sein könnte, dann informieren Sie sich erstmal über die näheren Umstände, die den Hund ins Tierheim brachten und gehen Sie eine Zeit lang erstmal mit dem Hund Gassi oder beschäftigen sich mit ihm. So können Sie den Hund und der Hund Sie besser kennenlernen. Ist wirklich von Vorteil.

Übrigens – wenn Sie sich für einen Hund aus dem Tierheim entschieden haben müssen Sie sich nicht sofort eine Leine kaufen mit dem Gedanken, dass Sie den Hund ja gleich mitnehmen können. Wenn Sie sich ernsthaft für einen Hund aus dem Tierheim interessieren, müssen Sie zuersteinmal einen Bogen über Ihre Person im Tierheim ausfüllen. Darin wird dann gefragt, wer die zukünftigen Besitzer sein sollen und wo der Hund von nun an wohnen soll. Danach erfolgt die Überprüfung dieser Angaben.

Vorsicht!

Hüten Sie sich vor falschen Angaben! Das Tierheim macht einen Hausbesuch bei Ihnen und wenn Sie feststellen, dass Sie angegeben haben, ein großes Haus mit Garten zu besitzen und sie Sie dann aber in einer Plattenbauwohnung vorfinden, kommt es zur Auflösung des Abgabevertages.

Stimmen Ihre Angaben steht Ihrem neuen Familienmitglied nichts mehr im Wege. Sie können sich nun über Ihren kleinen Hund freuen und werden von den Tierheimmitarbeitern zum neuen Haustier beglückwunscht.

Fazit

Behalten Sie zuallererst immer die Bedürfnisse des Tieres im Auge und denken Sie erst gründlich nach bevor Sie sich einen Hund anschaffen.

Hier möchte ich Ihnen nun mal das Tierheim Wolfenbüttel vorstellen. Schauen Sie sich doch diese Seite mal an, sie beinhaltet wirklich auch sehr schöne Texte, die die Tiere betreffen und an das Denkvermögen der Menschen appelieren.

[thumb]http://www.tierschutzverein-wolfenbuettel.de[/thumb]

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Familienzuwachs

29. Juni 2009 Janine Keine Kommentare

Schreiben an das Tierheim in Wolfenbüttel.

Nico in Veckenstedt (3)Sehr geehrte Damen und Herren,

kürzlich bekamen wir von Ihnen den Hund Nico vermittelt und möchten nun mal etwas von uns hören lassen.

Meine ersten 24 Stunden in meinem neuen Zuhause

Hallo! Mein Name ist Nico und nun möchte ich Euch von meinem jüngsten Erlebnis berichten. Ich bin ein dreimonatealter Schäferhundmischling und habe neun Geschwister. Meine Wurzeln liegen in Italien. Mama wurde in Rom einsam und allein aufgefunden und nach Deutschland gebracht.

Mein Leben begann im Tierheim Wolfenbüttel. Ich war mit einer der noch nicht vermittelten Welpen und saß in einem Gehege mit zwei meiner Schwestern.

Am 26.06.2009 war es dann endlich soweit. Auch ich konnte mein Gehege verlassen. Ich war mir nicht sicher, ob dies nun gut oder schlecht ist.

Es waren plötzlich so viele Menschen um mich herum und ich hatte auch ein wenig Angst, welche sich jedoch vorerst durch das Spiel mit dem Ball vergessen ließ.

Nun bin ich total aus dem Häuschen. Eine kleine Familie nahm mich in ihre liebevolle Obhut und trug mich aus dem Tierheim.

Ich verließ es mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Meine Mama und meine Geschwister verlassen zu müssen war schwer für mich, aber ich freute mich einfach zu sehr und war viel zu neugierig wegen der vielen Leute.

Wir gingen zu einem großen silbernen Gegenstand und setzten uns hinein. Ich wurde auf den Schoß genommen und legte mich erstmal hin.

So viel Aufregung auf einmal muss auch erstmal verdaut werden. Es war sehr spannend, Wiesen und Wälder zu sehen. Ich glaube, dass die Welt noch viel für mich bereit hält. Als der große silberne Gegenstand wieder anhielt und alle ausstiegen fielen dicke Tropfen vom Himmel und ich war auch sehr froh, als ich dann ein Dach über dem Kopf hatte.

Im Haus angekommen suchte ich mir erstmal eine ruhige Ecke, in der ich mich verkriechen kann.

Nunja. Das hat nicht so gut funktioniert, denn es gab hier bedeutend mehr Ecken als in meinem alten Gehege. Also beschloss ich doch erstmal meine Nase überall hereinzustecken und erkundete die neue Heimat

Schnell machte ich auch Bekanntschaft mit der Katze meiner neuen Heimat. Also eine freundliche Begrüßung sieht irgendwie anders aus… Ich beschloss erstmal wieder die Biege zu machen und entdeckte in der Küche zwei Näpfe auf denen mein Name geschrieben stand. Ich ging näher hin und sah hinein, es wäre ja möglich gewesen, dass sich in dem Topf etwas Leckeres befindet.

Vorerst war dem nicht so. Nagut dachte ich nur, dann werde ich mal meine Erkundungstour des Hofes zum zweiten Male wagen. Also ging ich hinaus. Die freundliche Katze war Gott sei dank verschwunden und ich hatte nichts mehr zu befürchten.

Nun kamen auch die Menschen, meine neue Familie, hinaus und setzten sich zu Tisch und begannen mit dem Essen. Mir wurde ein Fressnapf mit Wasser und einer mit Futter hingestellt.

Die Menschen kamen zu mir und streichelten mich und sprachen zu mir. Sie meinten, ich solle es mir schmecken lassen und keine Angst haben. Wie auch immer, dachte ich mir und begann den Napf zu leeren

Nun fielen auch keine Tropfen mehr vom Himmel. Ich lief über den Hof, blieb vor der Tür stehen und entdeckte einen Spalt, durch den ich schaute. Meine neue Familie kommt auf mich zu mit einer langen Leine und stellten nur Fragen, ob ich denn mal rausgehen wollte. Was auch immer das bedeuten sollte, dachte ich mir und ließ mir dieses Teil ummachen.

Nun ging eine Tür auf und ich entdeckte so viel Neues. Meine ersten Schritte in der Natur waren nicht viele, aber es gefiel mir. Kurze Zeit später fand ich eine geeignete Stelle, um mein Geschäft zu machen.

Ich wurde dafür reichlich belohnt und war einfach nur glücklich.

Lang hielt ich mich nicht draußen auf. Der Tag hat einiges an neuen Erlebnissen für mich gebracht und ich war müde und wollte auch schlafen. Ich wurde dann in eine Ecke mit einer kuscheligen Decke darin im Schlafzimmer der Familie gebracht.

Für mich war dieser Tag sehr ertragreich. Ich war glücklich. Ich war zufrieden. Ohja, das bin ich.

Es verstrich kaum Zeit, da legte sich auch meine Familie zu Bett. Wir sagten alle “Gute Nacht” zueinander und schliefen. Ich schlief sehr gut und wachte im Hellen am nächsten Morgen wieder auf. Was musste ich feststellen? Ich musste mal, dringend

Also machte ich mich bemerkbar und wurde auch schnell erhöht. Leider musste ich sehr dringend und auf unerklärliche Weise war meine Decke nun plötzlich etwas feucht…

Nunja … passiert.

Meine Decke wurde gewaschen und ich an die Leine genommen zum Spazierengehen.

Als ich dann draußen war dachte ich mir, wenn ich schon mal da bin kann ich auch gleich mein Geschäft verrichten. Hm, irgendwie hat das was. Ich werde immer reichlich gelobt. Nagut. Vorgemerkt.

Zurück im Haus lief ich in die Küche und legte mich neben den Küchentisch. Meine Familie begann zu Essen. Ich hatte mein Frühstück ja schon längst beendet, wenn nicht sogar schon verdaut … :-)

Es bahnt sich mir das Gefühl an, etwas vergessen zu haben, etwas sehr wichtiges. Nur was?!

Natürlich, ich musste mal schrecklich. Was mach ich nun? Ich weiss. Ich werde einfach hier still und heimlich Wasser lassen und so tun, als wäre nichts gewesen. Mist. Klappt nicht. Zu blöd, dass man auf Teppich nasse Flecken deutlich sieht.

Wenigstens ist es nur ein kleiner Läufer. Nichts desto trotz werde ich auf den Hof gelassen und der Teppich gereinigt. Ach Mist, dass sollte ich vielleicht lieber nicht drinnen erledigen.

Es dauert nicht lange und schon kommt jemand um mit mir zu spielen. Ich freue mich und wedle eifrig mit dem Schweif.

Die Eltern fahren weg und ich werde gestreichelt und gekrault. Das lass ich mir natürlich gerne gefallen. Warum auch nicht. Von mir aus nur weiter so

Die Leine klappert und ich werde auf einen Spaziergang eingeladen. Ich steh in der Hoftür und trau mich nicht, gehe dann aber doch.

Meine Neugier ist mal wieder stärker als alles andere. Ich schnüffele eifrig, lerne Wiesen, Bäume und Autos, sogar Motorräder kennen und habe noch einiges mit meiner Angst vor Neuem zu kämpfen.

Nach reichhaltiger Überlegung entschließe ich mich, eine Runde spazieren zu gehen und laufe brav an der Leine. Ich begegnete fremden Hunden, lernte Traktoren und das Rauschen des Wassers kennen. Zurück zu Hause werde ich für meinen Erfolg belohnt. Ich glaube, das könnte mir öfter zusagen.

Nun muss ich mich allerdings erstmal ausruhen und lege mich auf den Hof in eine kuschelige Ecke. Ich beobachte die offene Tür zum Haus und geh dennoch vorerst nicht rein.

“Quietsch..Quietsch…quietsch..” höre ich Geräusche. Ein Spielzeugknochen und das nur für mich!! Ich bin sehr glücklich, nehme den Knochen und verkriech mich wieder mit ihm. Ich schlafe zufrieden ein.Nico in Veckenstedt (4)

Als ich aufwache spüre ich wieder so ein gewisses Bedürfnis. Ich werde sofort bemerkt und zum nächsten Spaziergang animiert.

Wieder zurück geht es mir besser. Ich habe all meine Bedürfnisse befriedigt und lege mich in der Küche unter den Tisch um mich wieder etwas auszuruhen.

Puh, das ist aber ungewohnt so viel Neues macht müde. Während meine Familie gemeinsam am Tisch sitzt fühle ich mich wohl und schlafe behütet ein.

Dies waren meine Erlebnisse in einer für mich völlig neuen Welt.

Dann kann ich mich nur noch verabschieden.

Bis zum nächsten Mal wenn es wieder heißt: “Nicos Erlebnisse auf kleinen Pfoten.”.